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Slackline und Gesundheit

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Die Kritik an der Veränderung des Bewegungsverhaltens der heutigen Gesellschaft gegenüber früheren Zeiten ist mit dieser Evolutionskarikatur sehr schön und deutlich abgebildet. Was ein Slackline Training für die Gesundheit bringt wird in diesem Beitrag genauer erläutert.

Dank des technologischen Fortschritts sind unsere Lebenserwartung und unser Wohlstand über das letzte Jahrhundert stark angestiegen. Unsere Berufsarbeit wandelt sich immer mehr von körperlich anstrengenden und schweisstreibenden Tätigkeiten zur Arbeit am Computer, wo sich der körperliche Einsatz auf Hand- und Fingerbewegungen beschränkt. Zudem leben immer mehr Menschen in urbaner Umgebung, wo ebenfalls weniger körperliche Bewegung im Alltag möglich und nötig ist. Dass sich diese Reduktion von körperlicher Bewegung in unserem Alltag negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, bestreitet heute niemand mehr. Dies spiegelt sich auch in der Zunahme von chronischen Krankheiten in der westlichen Gesellschaft und den steigenden Gesundheitskosten wider. Gesundheit ist ein sehr vielschichtiger Bereich, der sich aus genug Schlaf, gesundem Essen, möglichst geringe Exposition zu Giftstoffen, psychischem Wohlbefinden und genug Bewegung im Alltag zusammen setzt. Mit Slacklinen lässt sich wieder mehr Bewegung in den Alltag bringen und wenn man das Slacklinen mit Freunden macht, hilft dies auch dem psychischen Wohlbefinden.

Es ist offensichtlich, dass die gewaltige Zunahme an psychischen Erkrankungen wie ADHS, Burn-out, Demenz oder Depressionen mehrheitlich mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen im Zusammenhang stehen. Sicherlich ist nicht der Bewegungsmangel die alleinige Ursache dieser Erkrankungen, doch ist unbestritten, dass ein gesunder, belastbarer Körper dagegen besser gewappnet ist.

Aufgrund dessen, dass wir Menschen sehr unterschiedliche Interessen haben und deshalb nicht alle beispielsweise gerne Fussball spielen, ist es gut nachvollziehbar, dass sich immer wieder neue Bewegungskulturen und Sportarten entwickeln. Die heutige Gesellschaft zeichnet sich durch ein zunehmendes Individualisierungsbedürfnis aus. Hierfür kann Slacklinen sicherlich einen gewissen Betrag leisten. Die zunehmende Beliebtheit dieser jungen Sportart ist wohl damit zu erklären, dass Gleichgewichtsherausforderungen eine tief verankerte Faszination auf Jung und Alt ausüben und Slacklinen in sehr unterschiedlichen Formen ausgeübt werden kann. So sind bei einer Trickline schnelle, explosive und vielfältige Bewegungen mit persönlichem Ausdruck (Freestyle) gefragt, wogegen bei einer Longline gleichmäßige, ruhige, fast zenartige, meditative, geistige und körperliche Kontrolle im Zentrum stehen. Zudem ist ein Slackline Training hervorragend für die unterschiedlichsten Fähigkeiten und die damit für die Gesundheit. So bringt es Scott Balcom, einer der bekanntesten Slackline-Pioniere, mit der Betrachtungsweise auf den Punkt, dass Slacklinen eine gute Übung für alles sei, was Balance, Konzentration, Kraft, Grazie, Ausdauer, schnelle Reaktion und Aufmerksamkeit erfordert.

Die Slackline stellt also in Bezug auf Trainingseffekte ein geeignetes Trainingsgerät für fast jedermann dar. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Spitzensportler das Slacklinen zu einem festen Bestandteil ihres Trainings zählen. Vor allem in Sportarten, die ein gutes Gleichgewicht voraussetzen (diverse Skidisziplinen, Snowboarden, Surfen, aber auch verschiedene Ballsportarten), stellt das Slacklinen eine hervorragende Ergänzung dar. Doch nicht nur der Leistungssport vermag von einem Slackline – Training zu profitieren. So kann dieses Training auch zur Förderung der kindlichen Entwicklung, für die Gesundheit in der Sturzprävention oder der Physiotherapie hervorragend eingesetzt werden. Zur Optimierung der geistigen Fähigkeiten (z. B. Aufmerksamkeit) wäre auch ein Einsatz in der Schule bis hin zum Arbeitsplatz denkbar.

Die Slackline für die körperliche Gesundheit

Der fundamentale Grundsatz der Trainingslehre besagt, dass der Körper in dem Umfang und der Intensität gefördert wird, in dem man ihn belastet. Da die Slackline mit all ihren Variationen einen sehr grossen Umfang und vom koordinativen Anspruch eine hohe Intensität bietet, ist diesbezüglich einiges zu erwarten. In dem folgenden Kapitel wird der Einfluss des Slacklinens oder eines gezielten Slackline-Trainings auf unseren Körper genauer beleuchtet.

Sensomotorisches Training

Die Sensomotorik, also das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen, wird beim Slacklinen in höchstem Masse mittrainiert. Dadurch wird nicht nur das Gleichgewicht verbessert, sondern es treten viele weitere positive Entwicklungen auf. So konnte kürzlich gezeigt werden, dass sensomotorisches Training die Explosivkraft, welche beispielsweise die Sprungkraft beinhaltet, verbessert.

Eine gesteigerte Explosivkraft ist nicht nur in diversen Sportarten von grossem Vorteil (Kugelstossen, Speerwerfen, Hochsprung, Sprint, …), sondern kann auch Stürze verhindern. Ungefähr 30 Prozent aller über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal im Jahr. Unter anderem werden dafür Defizite im sensomotorischen System sowie der Rückgang der Explosivkraft als Gründe genannt. Sensomotorisches Training bei älteren Personen kann den altersbedingten Verlusten der Maximal- wie auch der Explosivkraft entgegenwirken, indem die neuronale Ansteuerung der Muskulatur verbessert wird.

Durch sensomotorisches Training werden zudem die Gelenke stabilisiert. Diverse Studien konnten bereits zeigen, dass Gleichgewichtstraining die Verletzungsanfälligkeit beim Ausüben von Sport deutlich senkt.

Keller et al. (2010) konnten wissenschaftlich nachweisen, dass ein vierwöchiges Slackline-Training die posturale Kontrolle (= Fähigkeit, sich in aufrechter Position im Gleichgewicht zu halten) verbessert und zu einer Reduktion des H-Reflexes führt. Somit scheint Slackline-Training zu ähnlichen neuromuskulären Anpassungen zu führen wie herkömmliches Gleichgewichtstraining. Möglicherweise ist es die Reduktion des H-Reflexes, welche dazu führt, dass das unkontrollierbare Zittern beim Slacklinen abgeschwächt wird.

Eine andere Studie (Auswirkungen eines Slackline- resp. eines herkömmlichen Gleichgewichtstrainings auf die Sensomotorik und die Gleichgewichtsfähigkeit,
ETH Zürich, Volery, 2010), bei der Slackline-Training mit einem herkömmlichem Gleichgewichtstraining verglichen wurde, hat gezeigt, dass sensomotorisches Training bewegungsspezifisch ist, wodurch gerade im Sportbereich dasjenige Training gewählt werden sollte, welches sich am ehesten auf die ausgeübte Sportart übertragen lässt. Insgesamt hatte die SlacklineGruppe vergleichbare Fortschritte erzielt wie die herkömmliche Trainingsgruppe, das Training dabei aber als unterhaltsamer eingestuft.

Pfusterschmid et al. (2011) konnten in ihren Forschungen aufzeigen, dass ein vierwöchiges Slackline-Training die Stabilität im Einbeinstand sowohl auf einer stabilen wie auch auf einer instabilen Unterlage verbessert.

Zielpublikum fürs Slacklinen

Auf grossen Anklang stösst die Slackline bei Sportlern als Rehabilitations- oder Trainingsgerät. Bereits heute trainieren viele Spitzensportler speziell aus dem Schneesportbereich auf der Slackline. Bekannte Beispiele dafür sind der norwegische Biathlet Ole Einar Bjoerndalen oder der amerikanische Alpinskifahrer Bode Miller, welche die Slackline bereits seit Jahren in ihren Trainingsplan integrieren. In der Zwischenzeit gibt es zumindest im alpinen Skiweltcup praktisch keine Fahrer mehr, die die Slackline noch nicht als Trainingsmittel nutzen.

Dieses Therapiegerät soll aber nicht nur jungen und sportlichen Patienten vorbehalten bleiben. Durch entsprechende Vereinfachung oder Hilfestellung können durchaus auch ältere Patienten vom Slacklinen profitieren. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass alle Patienten, welche ihre Rehabilitation oder ihr Training auf Therapiekreiseln oder Kippbrettern durchführen, ihre Übungen auch auf der Slackline absolvieren können.

Die Slackline in der Physiotherapie

Neben der Tatsache, dass sensomotorisches Training so oder so für alle Leute sinnvoll ist, ist der Einsatz einer Slackline in folgenden Fällen ganz besonders empfehlenswert:

  • Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss oder anderen Bänderrissen
  • Gelenkinstabilität
  • Haltungskorrektur bei schlechter Körperhaltung

Hilfsmittel

Über das Beiziehen von Hilfsmitteln zum Vereinfachen sollte von Fall zu Fall individuell entschieden werden. Man erlernt das Slacklinen meist am schnellsten, wenn man keine Hilfsmittel einsetzt, da man sich dadurch von Beginn an eine korrekte Ausgleichsbewegung antrainiert. Trotzdem kann es am Anfang sinnvoll sein, dem Patienten zu helfen – dies um einerseits anfängliche Unsicherheiten zu überwinden und andererseits um gewisse Patienten nicht zu überfordern. Als ideales Hilfsmittel bei Kindern und Patienten hat sich die Rookie-Rope erwiesen, weil damit die natürliche Ausgleichsbewegung trainiert werden kann. Mehr Informationen darüber finden sich die in der Produktbeschreibung der Rookie-Rope.

Rookie-rope für Kinder

Bei stark gehandicapten Patienten kann es sogar sinnvoll sein, die Slackline zwischen einem Barren aufzuspannen, damit man sich an den Holmen festhalten kann. In der Praxis wurden auch schon neurologische Patienten (Hemiplegiker) mit der Unterstützung von zwei bis drei Therapeuten auf die Slackline gestellt.

Vergleich mit herkömmlichen Gleichgewichtstrainingsgeräten Die Slackline hat gegenüber herkömmlichen sensomotorischen Trainingsgeräten, wie beispielsweise dem Kippbrett oder dem Therapiekreisel, einige Vorteile:

  • Den meisten Leuten bereitet diese Form der Therapie deutlich mehr Spass als herkömmliches Gleichgewichtstraining.
  • Die Slackline wird von vielen Patienten auch nach der Therapie weiterhin als Trainingsgerät verwendet, wodurch die Therapie nachhaltig wirkt.
  • Durch die einfache Verstellbarkeit der Länge und des Durchhanges kann man immer am persönlichen Leistungslimit trainieren. Die erzielten Fortschritte sind durch Steigerung der verbrachten Zeit auf der Slackline oder durch die Steigerung der Schwierigkeit sofort ersichtlich.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen sensomotorischen Trainingsgeräten wird nicht nur die stationäre Koordination, sondern zudem auch noch die Koordination während des Gehens trainiert, was für den Alltag des Patienten sehr hilfreich ist.
  • Patienten können sich nicht verstellen und eine bewusst erzwungene Körperposition einnehmen, um vor dem Therapeuten ein gutes Bild abzugeben.
  • Es wird schonungslos aufgedeckt, auf welcher Seite der Patient weniger Beinachsenstabilität aufweist, da ein grosser Teil des Trainings unilateral stattfindet.

Der Nachteil ist, dass man eine gewisse körperliche Funktionalität benötigt, um darauf die Therapie durchführen zu können. Aber mit geeigneter Hilfestellung lässt es sich so weit vereinfachen, dass die Slackline für fast alle zugänglich ist.

Risiken

Ein adäquater Umgang mit der Slackline ist wie bei allen Therapiegeräten nötig. Das Verletzungsrisiko ist verglichen mit anderen Sportarten aber als gering einzustufen. Da man sich auf der Slackline speziell am Anfang noch ein wenig unsicher fühlt, geht man damit automatisch respektvoll und vorsichtig um.

Fazit

Die Slackline ist eine hervorragende Ergänzung zu herkömmlichem sensomotorischem Training wie Therapiekreisel oder Wackelbrett und sollte gerade bei der Rehabilitation von sportlichen Patienten auf keinen Fall fehlen. Durch die grosse Vielseitigkeit und die einfache Verstellbarkeit dieses Geräts ist es möglich, immer am persönlichen Leistungslimit zu trainieren.

Slackline-Training für Sportler

Eine äusserst anspruchsvolle und anstrengende Übung für die Oberschenkel- und Gesässmuskulatur ist die folgende: Man versucht, auf einem Bein balancierend, mit dem kontralateralen Fuss auf dem Boden befindliche Punkte anzutippen. Diese Übung ist beispielsweise für Alpinskifahrer äusserst effizient, da man so lernt, auch in Hockposition bei erschwerten Bedingungen locker zu bleiben.

Die Rumpfspannung kann durch den Diagonalstand hervorragend trainiert werden. Eine physisch sehr anspruchsvolle Übung ist das Antippen von sich am Boden befindlichen Punkten mit der freien Hand. Anstatt nur Punkte anzutippen, können natürlich auch Gegenstände, welche sich am Boden befinden, von einer Stelle an eine andere verschoben werden.

Wenn man auf dem Rücken auf einer Slackline liegt, kann man so das Gleichgewicht in liegender Position verbessern. Dies könnte zum Beispiel für Rodler eine gute Trainingsmethode darstellen. Wenn man nun in dieser Position einen Fuss in der Line einhängt, kann man Rumpfbeugen machen und dadurch die Bauchmuskulatur in einer sehr instabilen Lage verbessern.

Sehr anspruchsvoll für Trizeps und Brustmuskulatur sind Liegestützen, welche auf einer nicht allzu straff gespannten Slackline ausgeführt werden.

Dynamisches Stabilisationstraining kann durch beidbeiniges Aufspringen auf eine Slackline oder durch kontrollierte Line-toLine-Transfers geschehen.

Nicht mehr allzu viel mit dem eigentlichen Slacklinen zu tun hat folgende Übung, welche ein exzentrisches Training für die obere Rückenmuskulatur und den Bizeps darstellt. Man hält sich, am Boden stehend, mit beiden Händen an einer Longline fest, die ungefähr auf Kopfhöhe gespannt ist. Eine Longline nimmt man deshalb, weil diese viel dynamischer reagiert als eine kurze Line. Dann lässt man sich nach hinten fallen. Durch diesen Schwung werden die Arme auseinandergezogen. Man versucht, möglichst gut dagegenzuhalten und lässt sich von der Line wieder nach oben ziehen.

Die Slackline für die geistige Gesundheit

Für das Gehirn als Organ unseres Geistes gilt dasselbe wie für den Skelettmuskel: Qualität und Quantität der körperlichen und geistigen Beanspruchung formen die Strukturen (Hollman und Strüder). Der Einfluss, welchen das Slacklinen auf unseren Geist ausübt, ist noch kaum erforscht. Im folgenden Kapitel werden bisherige Erkenntnisse und Erfahrungen der Autoren diesbezüglich genauer beschrieben.

Training der Konzentrationsfähigkeit

»Ich kann mich schlecht konzentrieren« ist eine Aussage, die man heutzutage sehr oft im Zusammenhang mit verminderter Leistung in Schule und Beruf hört. Was aber ist mit »Konzentration« oder »Aufmerksamkeit« gemeint? Die Konzentration oder Konzentrationsfähigkeit ist eine Besonderheit der deutschen Sprache (es gibt keine gebräuchliche Übersetzung in der englischen Sprache dafür) und umschreibt den Intensitätsaspekt der Aufmerksamkeit. Also bildlich gesprochen, ist die Aufmerksamkeit der Motor und die Konzentration der Strom, womit der Motor betrieben wird. Die Konzentrationsfähigkeit stellt in der heutigen Gesellschaft eine der zentralsten kognitiven Fähigkeiten dar. Denn in einer Welt der zunehmenden Informationstechnologie können einzelne Fehler gravierende Folgen haben. In Anbetracht dessen, dass diese Informationstechnologie von Menschen entwickelt wird, sind diese Fehler nicht zu vermeiden. Und es leuchtet ein, dass die Fehlerhäufigkeit bei abnehmender Konzentration zunimmt. Dass das Slacklinen gut sein könnte, um die Konzentrationsfähigkeit positiv zu beeinflussen, liegt nahe, wenn man beispielsweise ein Kind beim Slacklinen beobachtet; wie sehr es sich dabei auf die Gleichgewichtsaufgabe konzentriert und visuell einen Punkt fokussiert.

Da beim Slacklinen meist eine dynamische Gleichgewichtssituation vorherrscht, ist ein ständiges Auskorrigieren des Körpers durch die sensomotorische Koordination erforderlich. Bevor diese Ausgleichsbewegungen automatisiert sind, ist ein hohes Maß an Konzentration erforderlich. Damit ist eine starke Aufmerksamkeitsaktivierung (Alertness) bedingt. Aus diesen Gründen ist ein gewisser Trainingseffekt bei Aufgaben, die ein hohes Maß an Konzentration erfordern, zu erwarten.

In unterschiedlichen Studien konnte gezeigt werden, dass körperliche Bewegung der stärkste Stimulus zur Neuronen-Neubildung ist. Dies ist ja auch nicht weiter verwunderlich, da sich zum Beispiel Kinder zuerst vor allem über die Bewegung entwickeln und nicht durch das reine Betrachten der Aussenwelt.

Untersuchungen von Voelcker-Rehage (2005) zeigten bei Kindergartenkindern einen klaren Zusammenhang zwischen Sensomotorik und kognitiver Leistung. In Untersuchungen von Budde (2001) wurde bei der Gruppe, welche koordinative Übungen mit Fokus auf Dual-Task-Aufgaben (zwei Aufgaben gleichzeitig lösen, z. B. auf einer Langbank balancieren und dabei einen Ball prellen) während einer Woche durchführte, eine gesteigerte Konzentrationsleistung gegenüber der Gruppe, die nur den konventionellen Sportunterricht besuchte, festgestellt. Die Konzentrationsleistung wurde aber direkt nach dem Sportunterricht oder den koordinativen Aufgaben durchgeführt. Somit ist es nicht klar, ob diese Leistungssteigerung kurzfristigen Aktivierungseffekten oder tatsächlichen kognitiven Veränderungen zuzuschreiben ist.

Eine Studie (Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit mittels Slacklinetraining, Rodenkirch, ETH Zürich, 2012) mit gesunden Sportstudenten hat den Einfluss eines vierwöchigen Slackline-Trainings auf die Konzentrationsfähigkeit untersucht. Dabei konnten Hinweise für eine anhaltend gesteigerte Konzentrationsfähigkeit aufgrund des Trainings gefunden werden. Erstaunlicherweise fand man auch Effekte, die auf eine effizientere kognitive Verarbeitung hindeuten.

Nach Ansicht der Autoren sind gewisse Aspekte der Aufmerksamkeit für das Slacklinen besonders wichtig. So ist durch den visuellen Fokus auf einen Punkt am Ende der Slackline ein hohes Maß an fokussierter Aufmerksamkeit erforderlich. Ebenso spielt die räumliche Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle, da die Informationen über die Lage des Körpers im Raum für das Slacklinen essenziell sind. Die Ablenkbarkeit zu kontrollieren, ist, wenn man sich auf der Slackline halten möchte, ebenfalls bedeutsam. Sobald während des Slacklinens noch andere Aktivitäten ausgeübt werden (z. B. Jonglieren, Gespräch führen, das Geschehen im Umfeld beobachten), ist eine geteilte Aufmerksamkeit respektive ein hoher Grad an Automatisierung der Ausgleichsbewegungen erforderlich.

Aufgrund der Besonderheit des Slacklinens, mit den Parametern »Länge›› und «Vorspannung›› die Anforderungen stark variieren zu können, ist es möglich, immer in einem Lernstadium zu trainieren, welches ein hohes Maß an Konzentration erfordert. Dies und der Fakt, dass Slacklinen den meisten großen Spaß bereitet, machen die Slackline zu einem guten Trainingsmittel für die Konzentrationsfähigkeit.

Die Slackline im soziologischen/ pädagogischen Blickwinkel der Gesundheit

Die Slackline als Gerät selbst und die Ideologie, welche sich mit dieser Bewegungskultur entwickelt (hat), beinhalten in Bezug auf die Pädagogik und das zwischenmenschliche Verhaltens äußerst interessante Aspekte.

Selbstmotivation

Slacklinen bietet die Möglichkeit, sich selbst hohe Ziele zu stecken, welche in kleinen Teilschritten nach und nach erreicht werden können. Besonders am Anfang werden große Fortschritte erzielt, das erzeugt dank des Belohnungssystems in unserem Gehirn ein gutes Gefühl. Wer das erste Mal die ganze Länge einer Slackline überquert ohne hinunterzufallen, hat ein großes Ziel erreicht.

Man spürt auf der Slackline die eigenen Grenzen, deshalb weiß man auch unmittelbar, ob man diese im aktuellen Training erweitert hat. Sollte dies der Fall sein, gibt es großen Anreiz, die Tätigkeit zu wiederholen. Durch den Anstieg des Schwierigkeitsgrades kann die Erfolgsquote beeinflusst werden. Den Schwierigkeitsgrad bestimmt also die praktizierende Person selbst; diese Freiheit und die damit verbundenen Erfolge sind motivierend.

Fremdmotivation

Beim Seiltanzen im Zirkus steht die Präsentation des Könnens des Artisten klar im Vordergrund – beim Slacklinen hingegen das Erreichen der persönlichen Slackline – Ziele wie Steigerung der Gesundheit, der eigenen Fähigkeiten usw. Doch auch hier kann der Applaus von Zuschauern sehr motivierend auf den Slackliner wirken. Natürlich ist dies von Person zu Person unterschiedlich. Aus Erfahrung der Autoren wirkt das Schenken von Aufmerksamkeit besonders bei Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren stark motivierend.

Bei einer sogenannten Slackline-Session, wo sich die Slackliner treffen, um zusammen an ihren Skills zu üben, ist die gegenseitige Motivation sehr wichtig. Gerade bei neuen schwierigen Tricks oder anspruchsvollen Longlines braucht man die motivierenden Zurufe der anderen. So werden das Selbstvertrauen und die Willenskraft nicht aufzugeben gestärkt.

Ein gewisser Wettkampf spielt bei einer Slackline-Session natürlich mit und trägt zu einem großen Teil dazu bei, die Skills der ganzen Gruppe zu verbessern. Oft versucht man den Trick des Vorgängers zu wiederholen oder gar zu übertreffen. Von der Ideologie her ist das Messen der eigenen Leistung an der der anderen aber zweitrangig, der gemeinsame Spaß am Slacklinen ist viel wichtiger.

Direktes Feedback

Das direkte Feedback beim Slacklinen (herunterfallen oder nicht) klärt unmittelbar auf, woran man ist. Das hilft, die eigenen Kompetenzen einzuschätzen, was wiederum hilft, sich Ziele zu stecken, die man erreichen kann. Dies führt schließlich dazu, dass man mit positiven Konsequenzen rechnet und sich bestärkt fühlt, weiterzuüben.

Flow beim Slacklinen

Wer sich schon länger mit dem Slacklinen beschäftigt, hat hoffentlich schon einmal ein Flow-Erlebnis dabei verspürt. Flow bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit. Dabei muss als Voraussetzung die Anforderung dieser Tätigkeit zwischen Überforderung und Unterforderung liegen. Prädestiniert sind Tätigkeiten, die eine komplexe, schnell ablaufende Steuerung der Handlung bedingen. Somit ist meist auch ein gewisses Können Voraussetzung für solche Flow-Erlebnisse. Bevorzugt kommt Flow beim Longlinen oder Highlinen vor. Aber auch bei einem guten Run mit einer anspruchsvollen Trick-Abfolge kann es zu einem Flowgefühl kommen.

Unterstützung von Lernprozessen

Aus Erfahrung der Autoren und Erkenntnissen aus der Neuropsychologie kann das Slacklinen abstraktes Lernen in der Schule oder im Studium unterstützen. So weiß man, dass Training mit koordinativem Schwerpunkt die Ausbildung von neuen Synapsen stimuliert (lernen = Synapsen ausbilden). Und diese Stimulation kann auch für andere Lernprozesse genutzt werden.

Ein sehr spannender Aspekt unseres Gehirns ist die Tatsache, dass die Aufnahmekapazität mit der Lernintensität zunimmt. Also ähnlich einer Lagerhalle, die umso mehr Platz bietet, je mehr darin steht. Der Ausspruch »Mir platzt der Kopf« ist mehr auf eine kognitive Ermüdung als auf eine Ausschöpfung der Gehirnkapazität zurückzuführen.

Zur lernunterstützenden Anwendung der Slackline hat man idealerweise eine fix montierte Line nahe bei der Lernumgebung. Als erfolgreich erwiesen hat sich in der Studenten-/Arbeitswelt die zeitliche Einteilung in 50 Minuten lernen/arbeiten und 10 Minuten slacklinen. Auch wenn das Slacklinen zu kognitiver Ermüdung führen kann, ist die Beanspruchung von ganz anderer Natur, als wie man sie beim mühsamen Lernen empfindet. Dieser Effekt lässt sich am besten mit einem »Auslüften des Kopfes« beschreiben.

Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und damit auch die Gehirndurchblutung, was wiederum Lernprozesse unterstützen kann. Gegenüber »einer Runde joggen gehen« hat das Slacklinen neben dem koordinativen Aspekt den Vorteil, dass es in einer Intensität betrieben werden kann, in der man nicht total verschwitzt zurückkommt, und so auch direkt weiterarbeiten oder weiterlernen kann.

Slackline-Training bei mentalen Dysfunktionen

Bisher gibt es noch keine Studien, welche die Wirksamkeit eines Slackline-Trainings bei der Behandlung von mentalen Dysfunktionen oder psychischen Erkrankungen untersucht haben. Doch in der Praxis wird die Slackline dafür in gewissen Bereichen schon vereinzelt eingesetzt. Und es gibt auch diverse Argumente, die für diesen Einsatz sprechen. Im folgenden Text werden einige Anwendungsfelder genauer beschrieben.

Einsatz beim Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom (ADHS/ADHD)

Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) ist die häufigste psychische Störung im Kindesalter. Die Häufigkeit dieser mentalen Dysfunktion wird auf vier bis zwölf Prozent geschätzt (Brown et al., 2001). Die Hauptsymptome des ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.

Die Ursache für ADHS wird zurzeit als genetisch bedingte neurobiologische Funktionsstörung postuliert. Dabei sind vor allem Gehirnabschnitte betroffen, die übergeordnete Steuerungs- und Koordinationsaufgaben übernehmen. Die Tatsache, dass die Diagnose ADHS in den letzten Jahrzehnten epidemieartig zugenommen hat, kann nach Ansicht der Autoren nicht allein mit der zunehmenden Sensibilisierung auf diese Erkrankung und präziseren Diagnostik erklärt werden. So scheint der massive leistungsgesellschaftliche Wandel, der Jung und Alt umfasst und weg von der körperlichen Arbeit/Beschäftigung und hin zu vermehrten Aktivitäten mit den modernen Medien geht, die bedeutsamere Ursache für mentale Dysfunktionen zu sein.

Da sich dieser Gesellschaftswandel wohl kaum umkehren lässt, sind gezielte Behandlungen und präventive Maßnahmen nötig. Die Slackline könnte in gewissen Bereichen wie beispielsweise in der Psychomotorik ein ideales und hoch effizientes Trainingsgerät sein. In der psychomotorischen Therapie wird die Behandlung von ADHS in sechs Phasen unterteilt. In der ersten Phase steht das ungehinderte Bewegen und Austoben. In der zweiten werden diese Bewegungen strukturiert. In der dritten Phase steht die Selbstkontrolle im Vordergrund. In der vierten die sensorische Wahrnehmung von taktilen und akustischen Reizen. Die fünfte Phase ist geprägt durch Übungen der visuellen Aufmerksamkeit und in der sechsten wird versucht, die Impulsivität zu kontrollieren. In allen diesen sechs Phasen kann die Slackline mit gewissen Zusatzaufgaben und Spielen gut eingesetzt werden.

Bei diesem bewegungstherapeutischen Ansatz ist es besonders wichtig, dass die Slackline zu Beginn in einer möglichst ruhigen und natürlichen Umgebung aufgespannt wird. Dafür sind Bäume am Waldrand oder auf einer Wiese ideal. Sobald es möglich ist, eine Slackline kontrolliert durchzulaufen, soll sie gezielt in einer Umgebung mit mehr Ablenkung aufgebaut werden. Als Alternative kann man dazu auch einfach Musik laufen lassen. Dadurch wird die Fokussierung auf eine Aufgabe trainiert und die Ablenkbarkeit damit vermindert. Zur Verbesserung der Daueraufmerksamkeit (Vigilanz) soll als weitere Aufgabe versucht werden, möglichst lange auf der Slackline zu bleiben. Dabei kann man abwechselnd auf einem Bein stehen bleiben oder auch vorwärts und rückwärts gehen. Sobald eine gewisse Geübtheit, also ein hoher Grad an Automatisierung der Bewegungsausführung vorhanden ist, soll versucht werden, Dual-Task-Aufgaben zu stellen. Dazu kann ein einfacher Dialog (z. B. Wie geht es dir?) mit der slacklinenden Person gehalten oder auch gezielte Fragen oder Aufgaben gestellt werden (z. B. Schritte auf der Slackline laut zählen, Kopfrechnen, wie viele Finger an meiner Hand siehst du, Ball zuwerfen, usw.). In diversen Studien zeigte sich, dass besonders DualTask-Aufgaben im hohen Maß unsere Kognition fördern. Dies scheint also ein vielversprechender Ansatz zu sein.

Das Hauptargument, das für den Einsatz der Slackline in der Bewegungstherapie bei ADHS spricht, ist die Motivation und Faszination, welche das Slacklinen mit sich bringt. Nach Ansicht der Autoren spielt es keine Rolle, wie genau das Slacklinen nun wirklich wirkt, sondern zentral ist, dass es Spaß macht! Denn was Spaß macht, das macht man mehr. Und mehr hilft mehr.

Prävention gegen Demenz

Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass körperlich Aktive ein viel geringeres Risiko haben, eine Demenzerkrankung zu erleiden als Inaktive. Zudem kann Bewegung mit Fokus auf der Koordination die geistige Leistungsfähigkeit im Alter stärker fördern als geistiges Training allein (Fabre et al., 2002). Da Demenzerkrankungen zum jetzigen Zeitpunkt medizinisch im besten Fall nur verzögert, aber nicht geheilt werden können, und über ein Drittel aller 80- bis 90-Jährigen davon betroffen sind, sind präventive Maßnahmen der zentrale Ansatzpunkt. Nach den bisherigen Erkenntnissen und der Ansicht der Autoren eignet sich Slacklinen sehr gut als präventive Maßnahme gegen Demenz. Denn mit der Slackline kann in einer Intensität trainiert werden, die auch für schwache körperliche Strukturen gut verträglich ist. Verständlicherweise sollte mit regelmäßigem Slacklinen begonnen werden, bevor körperliche Beeinträchtigungen ein solches Training fragwürdig machen. Und es ist wohl klar, dass für gebrechliche Menschen, bei denen ein Sturz fatale Folgen hätte, die Slackline nicht das Trainingsgerät der ersten Wahl ist. Mit gewissen Vorsichtsmaßnamen, wie die Slackline straff und nur knapp über dem Boden aufzuspannen, können aber körperlich gesunde Personen noch im hohen Alter mit dem Slacklinen beginnen.

Die psychosoziale Gesundheits-Komponente vom Slacklinen

Den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten zehn Jahre bezüglich der Relevanz von regelmäßiger sportlicher Aktivität auf die psychosoziale Gesundheit und Lebensqualität wird bedauerlicherweise noch viel zu wenig Beachtung geschenkt (Marti et al., 1999). Körperliche Tätigkeiten steigern nicht nur unser Wohlbefinden, sondern hinterlassen bei einer gewissen Intensität auch ein Gefühl, den Körper angenehm zu spüren. Nach einer Slackline-Session sind das Bewusstsein, eine Herausforderung erfolgreich gemeistert zu haben und damit verbundene Glücksgefühle und gestärktes Selbstvertrauen nicht ungewöhnlich. Durch das Umfeld (Freunde und andere Slackliner) können diese Effekte noch verstärkt werden.

Gerade das Umfeld und die Art, wie man das Slacklinen zusammen betreibt, sind für die Psyche und das Wohlbefinden von großer Bedeutung.

Beim Highlinen ist nach einer erfolgreichen Begehung das Gefühl, eine Herausforderung geschafft zu haben, nicht nur auf den Erstbegeher beschränkt, sondern alle, die zu dem Gelingen beigetragen haben, sind Teilhaber am Erfolg des einen. Ähnlich verhält es sich bei einer Slackline-Session, die allen Spaß gemacht hat.

Das Slacklinen bietet je nach Set-Up und dank der großen Vielfalt an unterschiedlichen Tricks für fast jedermann etwas. So spielt die Heterogenität bezüglich Können,

Alter oder Geschlecht keine Rolle. Großeltern können problemlos mit ihren Enkeln zusammen slacklinen. Slacklinen verbindet eben nicht nur zwei Bäume miteinander. Aus Erfahrung der Autoren kann die Slackline bei Kindern vor der Pubertät »sozial regulierend« wirken. Damit ist gemeint, dass Kinder, die häufig im Mittelpunkt einer Gruppe stehen wollen und sich meist durch eine etwas vorlaute Art auszeichnen, beim Slacklinen meist weniger schnell Erfolge erzielen als Kinder, die eher von ruhiger und bescheidener Natur sind.

Slacklinen bei psychischen Erkrankungen

Psychisches und körperliches Befinden sind in Gesundheit wie Krankheit untrennbar miteinander verbunden. Im Verlauf vieler psychischer Erkrankungen geht das Körpergefühl verloren. Die Bewegungstherapie – innerhalb der ein Einsatz der Slackline von den Autoren empfohlen wird – setzt hier an und versucht, schrittweise das Gefühl und das Empfinden für den eigenen Körper wiederaufzunehmen. Eine Abhandlung über die Bewegungstherapie in der Psychotherapie oder eine detaillierte Aufzählung aller psychischen Erkrankungen, für welche ein Einsatz der Slackline infrage kommen könnte, würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Deshalb wird hier nur soweit es für das Verständnis erforderlich ist, auf die Bewegungstherapie und Grundsätze psychischer Erkrankungen eingegangen. Der Mensch lebt in einem psycho-soziobiologischen Gleichgewicht und er fühlt sich umso besser, je stabiler dieses Gleichgewicht ist. Bewegungstherapie stärkt dabei primär den biologischen Aspekt und hat sowohl auf psychischer wie auch sozialer Ebene einen wesentlichen Einfluss.

Neben der Verbesserung von Atmung, Kreislauf und Verdauung zielt das therapeutische Vorgehen besonders auf eine Schulung des Gleichgewichts, der Haltung und der Geschicklichkeit ab. Also Dinge, die erwiesenermaßen durch das Slacklinen verbessert werden können. Auf der sensomotorischen Ebene der Psychotherapie wird versucht, folgende Punkte zu verbessern:

  • Erspüren und Wahrnehmen des eigenen Körpers
  • Wahrnehmen der eigenen Körperempfindungen
  • Bewusstes Spüren von Spannung und Entspannung
  • Erspüren und Erleben von eigenen körperlichen Fähigkeiten

Wer schon einmal auf einer Slackline gestanden hat, dem sind diese Punkte sicherlich nicht fremd.

Bei depressiven Erkrankungen oder dem Burn-out-Syndrom ist oft nicht nur das innere Gleichgewicht, sondern auch das Körpergleichgewicht selbst gestört. Somit ist der Einsatz eines Gleichgewichtstrainings mit der Slackline unter therapeutischer Anleitung ein vielversprechender Ansatz um die Gesundheit diesbezüglich zu verbessern. Die Autoren vertreten die These, dass wenn sich unser seelisches oder psychisches Gleichgewicht in der Körperhaltung und in unserer Bewegungscharakteristik manifestiert, auch eine Umkehrung möglich ist: »Mind forms body, body forms mind.«

Zusammenfassung Slackline und Gesundheit

Die Vielseitigkeit des Slacklinens und die variablen Einstellungsmöglichkeiten über Länge und Spannung machen die Slackline zu einem idealen Trainingsgerät im physischen wie auch im psychischen Bereich. Sie kann zur Leistungsförderung, Prävention, Therapie oder allgemein zur Steigerung des Wohlbefindens gut eingesetzt werden.

Häufige Fragen zum Thema Slackline und Gesundheit

Was bringt ein Slackline Training für die Gesundheit?

Slacklinen ist eine sehr vielfältige Sportart, welche je nach Ausübungsintensität hohe Anforderungen an Körper und Geist stellt. Ein Training auf der Slackline kann einen wichtigen Beitrag für die physischen und psychische Gesundheit leisten.

Ist Slacklinen ungesund?

Das Verletzungsrisiko bei den meisten Slackline-Disziplinen ist sehr gering im Vergleich zu den populären Breitensportarten wie zum Beispiel Fussball. Denn man kann sich ein seinen Fähigkeiten auf der Slackline schlecht überschätzen, denn die Slackline gibt zu jederzeit ein direktes Feedback. Somit sind übermütige Aktionen auf der Slackline, die zu Unfällen führen, kaum möglich. Einzig im Jumplinen ist ein gewisses Verletzungsrisiko vorhanden. Deshalb wird dies nur über dicke Matten oder über Wasser praktiziert.

Welche Muskeln trainiert man mit der Slackline?

Slacklinen ist ein sensomotorisches Training, wie ein Training auf dem Balanceboard oder dem Wackelbretter usw. Der Unterschied zu diesen ist, dass die ganze Beinachse inklusive dem Oberkörper zum Ausgleichen bewegen werden. Somit werden mit der Slackline die ganze Muskelgruppe der Beinachse mit Bauch-, Rücken, und Schultergürtel-Muskeln trainiert.

Ist Slacklinen ein gutes Training für die Sturzprävention?

Die Slackline ist ein ausgezeichnetes Trainingsgerät für Sturzprävention und kann damit einen entscheiden Beitrag für die allgemeine Gesundheit leisten.

Nützt Slacklinen als Therapie für ADHS

Bisher gibt es noch keine Studien über die Effektivität vom Slacklinen als Therapie bei ADHS. Da man sich beim Slacklinen sehr stark konzentrieren muss um sich auf dem Band zu halten. Ist ein therapeutischer Nutzen der Slackline bei Aufmerksamkeitsdefizit naheliegend.

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